Die SPD-Fraktion hatte bereits Ende 2025 angeregt, die Vorsorge- und Zivilschutzstrukturen in Gescher und Hochmoor frühzeitig in den Blick zu nehmen. Die Antwort der Verwaltung zeigt nun konkrete Handlungsfelder auf.

Zivilschutz in Gescher stärken – Verwaltung bestätigt Handlungsbedarf

Wie gut ist Gescher auf außergewöhnliche Krisenlagen vorbereitet? Mit dieser Frage hat sich die SPD-Fraktion bereits im November 2025 an die Verwaltung gewandt und beantragt, die Zivilschutzfähigkeit in Gescher und Hochmoor bis 2029 in den Blick zu nehmen. Die nun vorgelegte Antwort der Verwaltung zeigt: Das Thema gewinnt auch auf kommunaler Ebene zunehmend an Bedeutung – und es besteht konkreter Handlungsbedarf.

 

Frühzeitig Verantwortung übernehmen

Auslöser des Antrags war die bundesweite Entwicklung im Bereich des Zivilschutzes. Vor dem Hintergrund veränderter sicherheitspolitischer Rahmenbedingungen wird derzeit auf Bundesebene daran gearbeitet, die zivile Verteidigungsfähigkeit wieder stärker auszubauen.

 

Die SPD-Fraktion wollte deshalb frühzeitig wissen:

  • Welche Schutzräume gibt es in Gescher und Hochmoor?
  • In welchem Zustand befinden sie sich?
  • Welche Kapazitäten wären erforderlich?
  • Und welche Planungen gibt es bereits auf kommunaler Ebene?

 

Antwort der Verwaltung: Bund und Kreis sind in der Hauptverantwortung – Kommunen haben wichtige Aufgaben

Die Verwaltung macht deutlich, dass die unmittelbare Zuständigkeit für den Zivilschutz überwiegend beim Bund sowie im Katastrophenschutz beim Kreis liegt. Gleichzeitig wird aber ebenso klar benannt, dass auch Städte und Gemeinden wichtige Aufgaben übernehmen müssen.

Dazu gehören insbesondere organisatorische Vorbereitungen, damit Verwaltung und öffentliche Infrastruktur auch in Krisensituationen handlungsfähig bleiben und Bürgerinnen und Bürger verlässlich informiert und unterstützt werden können.

Nach aktueller Aktenlage existierte im Stadtgebiet lediglich ein ehemaliger Schutzraum im Bereich der heutigen Margot-Friedländer-Gesamtschule. Dieser ist derzeit allerdings nicht einsatzfähig und müsste zunächst instandgesetzt werden. Aussagen zu privaten Schutzanlagen liegen nicht vor.

 

Jetzt die nächsten Schritte angehen

Positiv bewertet die SPD-Fraktion, dass die Verwaltung den Handlungsbedarf ausdrücklich anerkennt und bereits erste Anforderungen des Kreises Borken aufgreift.

Genannt werden unter anderem:

  • der Aufbau eines Stabes für außergewöhnliche Ereignisse,
  • die Vorbereitung von Notfallinformationspunkten,
  • sowie eine strukturierte Bedarfsanalyse als Grundlage weiterer Maßnahmen.

 

Deutlich wird zugleich: Für die Umsetzung müssen personelle und organisatorische Voraussetzungen geschaffen werden.

 

Vorsorge ist Teil kommunaler Verantwortung

Für die SPD-Fraktion zeigt die Antwort der Verwaltung, dass der Antrag zum richtigen Zeitpunkt gestellt wurde. Bevölkerungsschutz beginnt nicht erst im Ernstfall – er lebt von Vorbereitung, klaren Zuständigkeiten und belastbaren Konzepten.

Unser Ziel bleibt, dass Gescher und Hochmoor auch künftig gut auf außergewöhnliche Lagen vorbereitet sind – mit fundierten Planungen, realistischen Lösungen und in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Ebenen.

 

 


 

Kurz erklärt: Was bedeutet Zivilschutz?

Zivilschutz umfasst Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung in außergewöhnlichen Krisen- und Gefahrenlagen. Dazu gehören unter anderem Informations- und Versorgungsstrukturen, die Handlungsfähigkeit der Verwaltung sowie – wo vorgesehen – Schutz- und Rückzugsmöglichkeiten. Die Zuständigkeiten liegen überwiegend bei Bund und Ländern, Kommunen übernehmen jedoch wichtige Aufgaben in der Vorbereitung und Umsetzung vor Ort.