Neujahrsempfang 2026_Vorsitzender Andreas Osterkamp hält Rede

„Bleibt alles anders“ – Neujahrsempfang 2026

Der Neujahrsempfang der SPD Gescher machte deutlich: Die SPD Gescher will zuhören, neue Wege gehen, neue Ideen zulassen – und Politik konsequent am Menschen ausrichten.

„Stillstand ist keine Option.“ so der Vorsitzende Andreas Osterkamp in seiner Begrüßungsrede. Unter dem Leitmotiv „Genug ist zu wenig“ – angelehnt an Herbert Grönemeyer – machte er deutlich, dass es ihm darum gehe, auch in den kommenden Jahren nachhaltige Politik im Rat und für Gescher umzusetzen und sich nicht mit einem Status Quo zufrieden zu geben. Er verwies auf die 2025 erfolgreich gesetzten Impulse: So wurden z. B. durch den Vorschlag der SPD hin die Großprojekte priorisiert und in den Planungsabläufen parallelisiert: Feuerwehrgerätehaus, Dreifachturnhalle am Borkener Damm und Von-Galen-Grundschule.

Für alle drei ist jetzt ein klarer Zeitplan vorhanden – teilweise nach Jahrzehnten des Wartens. Und auch in 2026 geht es darum, Impulse zur Verbesserung für Gescher und Hochmoor Schritt für Schritt in die politische Diskussion zu geben. Der Ortsverein ist neu aufgestellt, in den sozialen Medien aktiv und hat wichtige infrastrukturelle Weichenstellungen begleitet. Eigene Anträge würden Gescher konkret voranbringen. Osterkamp versicherte den Genossinnen und Genossen:

 

Die Sozialdemokratie in Gescher ist wieder gut aufgestellt und inhaltlich klar positioniert.

 

Norbert Ricking und Nina Andrieshen
Norbert Ricking und Nina Andrieshen

Als erster Gast gab Norbert Ricking, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, einen Einblick in die politische Arbeit des Kreises Borken. Er stellte heraus, dass es in der politischen Arbeit immer um Menschen gehen muss, „besonders um die Schwächeren unserer Gesellschaft.“, betonte Ricking.
Kritisch äußerte sich Ricking zur Verkehrspolitik im Kreis: Der öffentliche Personennahverkehr werde von der Mehrheit im Kreistag noch immer nicht als Problem erkannt. Gerade für Gescher seien jedoch bessere Verbindungen, etwa nach Ahaus, oder eine sichere Anbindung der Ortsteile, wie Hochmoor, von großer Bedeutung.

Die eingeladene Landtagsabgeordnete Nina Andrieshen (SPD) setzte in ihrer Rede einen deutlichen Schwerpunkt auf die landesweite Bildungspolitik: NRW liege bei den Investitionen in Bildung nur knapp über zehn Prozent und damit im Ländervergleich bundesweit lediglich auf Platz 14. Tatsächlich falle NRW in Bildungsrankings immer weiter zurück. Die NRW-SPD fordere deshalb deutlich mehr Geld für Kitas und Schulen, kostenloses Essen in Bildungseinrichtungen sowie echte Lernmittelfreiheit:

Eltern zahlen weiterhin für Schulbücher, Tablets, Taschenrechner, Kopiergeld oder Klassenkassen – von echter Lernmittelfreiheit kann keine Rede sein.

 

Scharfe Worte fand sie auch zum Rechtsanspruch auf den offenen Ganztag ab 2026. Obwohl Länder diesen mit beschlossen hätten, fehle in NRW bis heute ein verbindliches Ausführungsgesetz. Kommunen stünden mit Personal-, Raum- und Ausstattungsfragen allein da. Die Landesregierung rühme sich mit Leistungen, die von Kommunen und Bund gestemmt werden, ohne ihrer Verantwortung im Sinne der Konnexität gerecht zu werden. Ein strategisches Gesamtkonzept „Bildung“ der Landesregierung sei nicht erkennbar.

 

Vorsitzender Andreas Osterkamp überreicht Milo Bröckerhoff sein Parteibuch
Das erste Parteibuch des Jahres ging an Milo Bröckerhoff
Die Vorsitzenden Andreas Osterkamp und André Schneidenbach überreichen Christian Wellering offizielle und persönliche Glückwünsche für 50 Jahre Mitgliedschaft in der SPD.
50 Jahre Mitglied in der SPD – Herzlichen Glückwunsch!

Ein besonderer Moment des Neujahrsempfangs war die Übergabe des ersten Parteibuchs an das neueste Mitglied

 

Milo Bröckerhoff und die Ehrung von Christian Wellering für 50 Jahre Parteimitgliedschaft und aktive Arbeit im Ortsverein Gescher-Hochmoor.