SPD-Kreistagsfraktuion diskutiert Inklusion

Veröffentlicht am 14.05.2010 in Kommunalpolitik

Zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung über das Thema Inklusion hatte in der vergangenen Woche die SPD-Kreistagsfraktion in den kleinen Sitzungssaal im Kreishaus eingeladen. Inklusion – das bedeutet gemeinsamer Unterricht von behinderten und nicht behinderten Kindern an Regelschulen. Seit einer entsprechenden UN-Konvention haben behinderte Kinder und deren Eltern das Recht, die Regelschule vor Ort zu besuchen. Und immer mehr Eltern fordern dieses Recht auch ein.

Bedeutet dies das Aus für die Förderschulen? Um darüber zu diskutieren und diese Fragen zu klären, waren neben den Mit-gliedern der SPD-Fraktion im Kreistag eine Reihe Fachleute und Betroffene sowie Beteiligte an diesem Thema gekommen: Ulrike Schwarz, Schulrätin beim Kreis Borken, die die neuen sonderpädagogischen Kompetenz-Zentren vorstellte und die Inklusion unterstützte, Annette Traud vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe, der selbst als Träger von 35 Förderschulen in der Region fungiert. Annette Traud forderte in ihrem Wortbeitrag unter anderem, dass „Kinder nicht als Versuchsobjekte für neue Schulformen“ herhalten dürften. Gekommen war außerdem mit Hans-Werner Bick, dem Organisationsleiter der Montessori-Gesamtschule in Borken, ein engagierter Verfechter der Inklusion: „Wir machen das seit 21 Jahren.“.

Hans-Dieter Strothmann aus Raesfeld, der Schulpflegschaftsvorsitzende der Neumühlen-(Förder-) Schule ist selbst Vater eines schwerst behinderten Jungen und zeigte sich überzeugt, dass dieser auf einer Förderschule besser aufgehoben sei. Strothmann äußerte die Sorge der von ihm vertretenen Eltern, dass mit Einzug der Inklusion die Förderschulen allmählich verschwinden könnten. Er forderte: „kein Entweder-oder, sondern ein Sowohl-als-auch, also ein Nebeneinander von Inklusion und Förderschulen.“
Corny Bennemann aus Südlohn ist Mutter eines behinderten Mädchens und – wie sie sagte - froh, ihr Kind auf einer heimischen Grundschule mit anderen nicht behinderten Kindern zu wissen: „Auch die anderen Eltern haben mir schon oft gesagt: ‚Es ist gut, dass dein Kind hier bei uns an der Schule ist.’ “

Ulrike Hüppe schließlich ist Vertreterin des Elternverbandes „Gemeinsam leben - gemeinsam lernen“, der Landes-Arbeitsgemeinschaft für die Inklusion. Sie zeigte sich überzeugt: „Die UN-Konvention verankert das Recht eines jeden behinderten Kindes auf Teilhabe an der Gesellschaft.“

Die Diskussion im Anschluss an die Statements der Genannten drehte sich dann auch darum, dass Überlegungen angestellt werden müssten, was der Kreis tun könne, um das geforderte Miteinander von Inklusion und Förderschulen in die richtigen Bahnen zu leiten.
In ihrem Schlusswort appellierte Ursula Schule, die Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, an die Teilnehmer der Veranstaltung: „Niemand von uns will die Förderschulen schließen.Wir müssen aber deutlicher als bisher die Eltern unterstützen, die ihre behinderten Kinder auf eine Regelschule schicken wollen. Und wir müssen die Lernbedingungen für alle Kinder verbessern, dass heißt vor allem kleinere Klassen, dann weckt der Inklusionsgedanke auch nicht so viele Ängste und Vorbehalte.“

 
 

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