SPD im Kreis Borken verleiht "Social award"

Veröffentlicht am 22.01.2019 in Unterbezirk

Die SPD im Kreis Borken verlieh auf Ihrer letzten Vorstandssitzung in den Räumlichkeiten im Haus der Begegnung zum ersten Mal den Preis "SPD Social Award - für herausragendes soziales Engagement". "Wir möchten damit auf jene Menschen Aufmerksam machen, die sich meist unbemerkt für ihre Mitmenschen einsetzen." sagt Vorsitzender Marc Jaziorski. Der "Social Award 2018" geht an den Verein "Heiden- wir helfen e.V.". Gekommen waren neben Genossen aus dem gesamten Kreisgebiet auch Mitglieder des Vereines, wie ihr Vorsitzender Heinz-Josef Tönnes. Dieser begrüßte die Anwesenden und lud zu Beginn der Sitzung ein, sich ein Bild von den Räumlichkeiten und der Arbeit des Vereines zu machen.

Nach der Besichtigung übergab Marc Jaziorski den Mitglieder den Preis, so wie eine Urkunde und eine Einladung nach Berlin von Ursula Schulte (MdB). "Bitte berichten Sie in Berlin, was Sie hier in ihrer Arbeit erleben."- so Jaziorski.

Zu den ersten Gratulanten gehörten auch Bürgermeister Hans-Jürgen Benson und Jan Kemper, Vorsitzender der SPD im Ortsverein Heiden.

Die Laudatio für den "Sozial-Award" hielt der stellvertrende Unterbezirksvorsitzende Richard Kassner. Dieser entschuldige sich zunächst bei den ehrenamtlichen Helfern des Vereines für die unzufriedene politische Situation: "Wenn Geflüchtete nach Jahren gehen müssen, weil Dublin II so spät durchgesetzt wird oder weil der Staat an individuellen Lösungen nicht interessiert ist, tut das sehr weh und verletzt viele Ehrenamtliche." Er gibt in seiner Laudatio offen zu, dass die SPD hier mehr Verantwortung tragen muss und verspricht, dass die SPD im Kreis Borken sich für Veränderung einsetzten wird. Weiter erklärt Kassner: "Die Zeiten sind rauer geworden. Wir haben mit der AfD eine Partei im deutschen Bundestag, die sich für Fremdenhass und Ausgrenzung nicht schämt. Auch stehen an Bahnhöfen keine Menschen mehr mit Willkommens-Schildern, gerade jetzt möchten wir sagen: Wir sehen was ihr Verein leistet. Wir alle, die wir in erster Linie keine Parteisoldaten, sondern Bürgerinnen und Bürger dieses Landes sind, sagen Ihnen aufrichtig und von Herzen, Danke!"

Zum Ende der Veranstaltung spielte Benedikt Kemper eine Sprachnachricht einer jungen geflüchteten Frau ab. Diese kam über Frankreich nach Deutschland und wurde in Folge des Dublin II - Abkommens wieder nach Frankreich abgeschoben. Die junge Frau berichtete in der Sprachnachricht über die schrecklichen Umstände in Frankreich. Die Anwesenden Gäste waren sehr betroffen. SPD Fraktionsvorsitzende Elisabeth Lindenhahn erklärte, dass sie die Anregungen mit in ihre Arbeit im Kreistag hinein nehmen werde: "Mich schockiert die Sprachnachricht der Frau sehr. Das Dublin II - Abkommen ist nicht zufriedenstellend".

 
 

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Mit großer Trauer und Betroffenheit haben wir vom Tod Werner Müllers erfahren, der heute nach langer, schwerer Krankheit gestorben ist. Werner Müller hat das Ruhrgebiet in den letzten Jahrzehnten geprägt wie kaum ein anderer. Als damaliger Chef der Ruhrkohle AG hat er 2007 zu einem sozialverträglichen Ausstieg aus der Steinkohleförderung in Deutschland beigetragen. Die RAG-Stiftung

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Mehr Leistungen für Familien im Kreis Borken
Auch im reichen Deutschland gibt es viele Familien, in denen das Geld knapp ist - obwohl ihre Eltern arbeiten. "Alle Kinder sollen einen guten Start ins Leben haben. Ab 1. Juli erhöhen wir das Kindergeld um 10 € und den Höchstbetrag des Kinderzuschlags um 15 € im Monat. Darauf wollen wir unser Konzept für eine sozialdemokratische Kindergrundsicherung aufbauen", so die Vredener SPD-Bundestagsabgeordnete Ursula Schulte.

Bislang entfiel der Kinderzuschlag ab einer bestimmten Einkommensgrenze abrupt. Das wird ab 1. Januar 2020 anders: Dann schmilzt der Kinderzuschlag mit steigendem Einkommen behutsam ab. Die möglicherweise noch größere Entlastung: Ab 1. August entfallen für Familien mit Kinderzuschlag die Kita-Gebühren. "Die Eltern sparen so jeden Monat viel Geld. So können sie Beruf und Familie besser unter einen Hut bringen. Das stärkt gerade die Familien, die auf eine Erwerbstätigkeit besonders angewiesen sind", so Ursula Schulte.

Ulla Schulte, MdB Kreis Borken

Nun war ich vor Ort beim Deutschen Roten Kreuz in Borken. Das Café Henry, die neue barrierefreie Küche des DRK, bietet von montags bis freitags einen wechselnden Mittagstisch an. Als Integrationsunternehmen beschäftigt das Café Henry eine bestimmte Anzahl von Menschen mit Behinderung.

Das Bundesteilhabegesetz soll mehr Selbstbestimmung und Teilhabe am Arbeitsleben, an Bildung und im sozialen Bereich ermöglichen. Die Unterstützungsleistungen für Menschen mit Behinderungen werden aus dem "Fürsorgesystem" der Sozialhilfe herausgeführt. Unterstützungsleistungen sind dann nur noch davon abhängig, was individuell benötigt und gewünscht wird. Die Art der Unterbringung ist nicht länger das ausschlaggebende Merkmal.

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