Mit Leidenschaft für Menschen und für Gescher!

Veröffentlicht am 09.05.2021 in Allgemein

Rudi Grimmelt †

Es war die Zeit des aufeinander Zugehens zu Beginn der 1970er Jahre, die wesentlich durch die Entspannungs- und Friedenspolitik von Willy Brandt geprägt war. In dieser Zeit, genauer am 1.1.1972 wurde Rudi Grimmelt Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands im Ortsverein Gescher. Aber ein stilles Mitglied war Rudi nie. Auch vor Ort nicht. Schon bei der ersten Kommunalwahl nach seinem Eintritt zog er am 4. Mai 1975 in den Stadtrat ein. Hier brachte er sich über fast 40 Jahre unermüdlich ein – als Ratsmitglied oder sachkundiger Bürger. Für viele Menschen in Gescher war er über viele Jahre eines der prägenden und bekannten Gesichter der SPD-Gescher.

Seine Arbeit im Rat der Stadt Gescher und für die Stadt Gescher begann er einerseits als Mitglied im Bauernschaftsausschuss - ja, schon im Jahr 1975 durfte er als Sozialdemokrat hier mitgestalten. Insgesamt gehörte er diesem Ausschuss in seiner politischen Karriere über 20 Jahre an. Außerdem erhielt er 1975 einen Sitz im Schulausschuss.

Sein Herz schlug immer für Bildung, Familien und Kinder. Unvergessen ist sein unermüdlicher Einsatz für den Erhalt von Spielflächen, ihren Ausbau und deren Ausstattung. Daneben war ihm der Radweg von Gescher nach Holtwick ein wichtiges Anliegen.

Ein herber Einschnitt in seinem politischen Leben war für den Genießer das Jahr 2007 und die Einführung des Nichtraucherschutzgesetzes. Denn das bedeutete, dass das Rauchen auch in den Sitzungen des Rates untersagt wurde. Nicht ganz uneigennützig beantragte Rudi seitdem pünktlich nach 90 Minuten eine Sitzungspause – zur Entrichtung (s)eines Rauchopfers. Auch heute hört man bei langen Sitzungen den Ausspruch „Rudi Grimmelt hätte schon längst eine Sitzungsunterbrechung gefordert!“.

Für seine Haltung bezog Rudi stets klar Stellung. So nahm er als aktiver Atomkraft-Gegner schon in den 80er Jahren an Demonstrationen teil.

Rudi hatte immer eine klare Meinung und hielt damit nicht hinter dem Berg. War er von einer Sache überzeugt, setzte er sich dafür engagiert ein. Die Allgemeine Zeitung verdanken ihm viele Quadratmeter bedruckten Lokalteil, den er mit seinen Leserbriefen füllte.

Foto mit Franz Müntefering am 17. Mai 2009

Auch vor politischer Prominenz hatte Rudi keine Hemmungen. Finanzminster Schleußer, Gesundheitsministerin Ulla Schmidt oder aber Franz Müntefering führte er muntere Debatten auf hohem Niveau.

Auch in der SPD in Gescher hinterlässt Rudi Spuren und Eindrücke. Kaum eine Vorstandssitzung oder Mitgliederversammlung verpasste er. Im Vorstand der SPD Gescher war Rudi als Kassierer eine sichere Bank. Nicht ein Kassenprüfer fand in den Jahrzehnten der Kassenprüfung einen Grund zur Beanstandung. Vielleicht lag es auch daran, dass Rudi sich als einer der ersten politisch aktiven intensiv mit der Nutzung des Computers vertraut machte.

Und nachdem die Tagesordnung abgearbeitet war, hatte Rudi immer noch Zeit für den geselligen Teil des Abends. Und wenn bei einer Pättkestour gefragt wurde, wo der Abschluss sein sollte, fand man sich dann auch schon mal bei Grimmelts im Garten zum Grillen in der Goethestraße ein.

Solange es möglich war, setze er sich leidenschaftlich für seine Mitmenschen ein. Leider konnte Rudi in den letzten Jahren nicht mehr regelmäßig an Veranstaltungen teilnehmen. Seine Gesundheit fesselte ihn immer stärker an sein Zuhause.

Der SPD Ortsverein verliert mit Rudi Grimmelt einen herausragenden Politiker, eine aufrichtige Persönlichkeit und einen guten Freund. Mit seiner Leidenschaft für politische Themen und für seine Mitmenschen und seine Heimatstadt Gescher war und bleibt er ein Vorbild.

Gute Reise, Rudi!

 

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News Kreistagsfraktion Borken

SPD-Kreistagsfraktion Borken enttäuscht über den abgelehnten Antrag und die Möglichkeit für mehr Gerechtigkeit zu sorgen.

Einstimmigkeit bei den KiTa-Beiträgen zu bekommen, war ein richtiges und wichtiges Signal. Die Menschen brauchen mehr Einfachheit und Klarheit und da dieses Thema alle Kommunen im Kreis betrifft, sollte hier auch Einigkeit herrschen. Hier hat man nun aber eine Chance liegen gelassen, für eine gerechte Verteilung der Lasten zu sorgen.

Elisabeth Lindenhahn, Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion: "Dem Kompromiss der Verwaltung mussten wir folgen, alles andere wäre Hanebüchen gewesen. Allerdings sind wir nicht zufrieden mit der Staffelung und der Beitragsfreigrenze. Menschen mit einem Einkommen von 97.000€ gehören nicht zu den Spitzenverdienern im Kreis, hier sind ganz andere Kaliber unterwegs. Auch haben Menschen mit weniger als 37.000€ sowieso schon kaum Möglichkeiten, vieles zu bezahlen. Darauf zielte auch unser Antrag ab. Dieser hätte für eine gerechtere Verteilung der Kosten gesorgt und den allergrößten Teil der Menschen effektiv entlastet."