Jedes Kind hat das Recht auf einen guten Start ins Leben

Veröffentlicht am 28.06.2019 in Familie und Jugend

Mehr Leistungen für Familien im Kreis Borken
Auch im reichen Deutschland gibt es viele Familien, in denen das Geld knapp ist - obwohl ihre Eltern arbeiten. "Alle Kinder sollen einen guten Start ins Leben haben. Ab 1. Juli erhöhen wir das Kindergeld um 10 € und den Höchstbetrag des Kinderzuschlags um 15 € im Monat. Darauf wollen wir unser Konzept für eine sozialdemokratische Kindergrundsicherung aufbauen", so die Vredener SPD-Bundestagsabgeordnete Ursula Schulte.

Bislang entfiel der Kinderzuschlag ab einer bestimmten Einkommensgrenze abrupt. Das wird ab 1. Januar 2020 anders: Dann schmilzt der Kinderzuschlag mit steigendem Einkommen behutsam ab. Die möglicherweise noch größere Entlastung: Ab 1. August entfallen für Familien mit Kinderzuschlag die Kita-Gebühren. "Die Eltern sparen so jeden Monat viel Geld. So können sie Beruf und Familie besser unter einen Hut bringen. Das stärkt gerade die Familien, die auf eine Erwerbstätigkeit besonders angewiesen sind", so Ursula Schulte.

Ein besonders hohes Armutsrisiko tragen Alleinerziehende, und das, obwohl sie oft die komplette elterliche Verantwortung tragen. Auch ihnen stärken wir den Rücken. So werden Unterhaltsvor-schuss und Unterhaltszahlungen in Zukunft nicht mehr zu 100 %, sondern nur noch zu 45 % auf den Kinderzuschlag angerechnet.

Außerdem gibt es für am Anfang des Schuljahres mehr Geld aus dem Bildungs- und Teilhabepaket für Stifte, Hefte und Schulranzen. Die Fahrten zur Schule und das Mittagessen in Schulen und Kitas werden kostenlos. Die Kosten für Nachhilfeunterricht können künftig bereits früher übernommen werden. Im Kreis Borken erhielten im Jahr 2017 10.650 Kinder Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket. Hiervon profitieren auch 5.000 Kinder, deren Familien keine SGB II-Leistungen erhalten.

Hintergrund
Das Schulbedarfspaket wurde unter den Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets im Kreis Borken 2017 am häufigsten in Anspruch genommen (8.124 Kinder), gefolgt von der Mittagsverpflegung (5.447), Ausflügen (3.790), sozialer und kultureller Teilhabe (2.008), Lernförderung (674) sowie Schülerbeförderung (95).

Dank höheren Kindergeldes steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder in einer Kita betreut werden, an Musikerziehung oder am Turnen teilnehmen.

Im Kreis Borken ist der Anteil an Familien mit drei oder mehr Kindern besonders hoch. 22,4 % der Mütter zwischen 44 und 54 Jahren haben drei oder mehr Kinder. Der bundesdeutsche Mittelwert liegt bei 14,8 %.

 
 

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Auch im reichen Deutschland gibt es viele Familien, in denen das Geld knapp ist - obwohl ihre Eltern arbeiten. "Alle Kinder sollen einen guten Start ins Leben haben. Ab 1. Juli erhöhen wir das Kindergeld um 10 € und den Höchstbetrag des Kinderzuschlags um 15 € im Monat. Darauf wollen wir unser Konzept für eine sozialdemokratische Kindergrundsicherung aufbauen", so die Vredener SPD-Bundestagsabgeordnete Ursula Schulte.

Bislang entfiel der Kinderzuschlag ab einer bestimmten Einkommensgrenze abrupt. Das wird ab 1. Januar 2020 anders: Dann schmilzt der Kinderzuschlag mit steigendem Einkommen behutsam ab. Die möglicherweise noch größere Entlastung: Ab 1. August entfallen für Familien mit Kinderzuschlag die Kita-Gebühren. "Die Eltern sparen so jeden Monat viel Geld. So können sie Beruf und Familie besser unter einen Hut bringen. Das stärkt gerade die Familien, die auf eine Erwerbstätigkeit besonders angewiesen sind", so Ursula Schulte.

Ulla Schulte, MdB Kreis Borken

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Das Bundesteilhabegesetz soll mehr Selbstbestimmung und Teilhabe am Arbeitsleben, an Bildung und im sozialen Bereich ermöglichen. Die Unterstützungsleistungen für Menschen mit Behinderungen werden aus dem "Fürsorgesystem" der Sozialhilfe herausgeführt. Unterstützungsleistungen sind dann nur noch davon abhängig, was individuell benötigt und gewünscht wird. Die Art der Unterbringung ist nicht länger das ausschlaggebende Merkmal.

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