Eintrag von Stickstoff muss wirksam und dauerhaft begrenzt werden

Veröffentlicht am 28.02.2015 in Umwelt

Heek/Kreis Borken. Der übermäßige Eintrag von Stickstoff in Böden, Luft und Wasser ist ein drängendes Umweltproblem, sind sich die beiden SPD-Bundestagsabgeordneten Ingrid Arndt-Brauer und Ursula Schulte einig. Er führt zu Gesundheitsbeeinträchtigungen durch Luftschadstoffe wie Stickstoffdioxid und Feinstaub, zu Nitrat im Grundwasser, zum Verlust biologischer Vielfalt durch Überdüngung und zur Verstärkung des Klimawandels. Gesundheit und Natur nachhaltig zu schützen, war denn auch das gemeinsame Gesprächsthema der beiden Sozialdemokratinnen mit Vertretern der Landwirtschaft, des Naturschutzbundes und des BUND.

Die Hälfte des deutschen Grundwassers weist zu hohe Nitratwerte auf. EU-weit bildet Deutschland, gemeinsam mit Malta, das Schlusslicht. Die Gärreste aus den Biogasanlagen verschlimmern das Problem noch.

„Das ist nicht hinnehmbar“, bringt es Martin Ramschulte, Landwirt und Schweinemäster aus Schöppingen auf den Punkt und meint damit die Überdüngung von Landwirtschaftsflächen mit Gülle. Verantwortlich dafür sind die gewerblichen Großmastställe, ist sich Ramschulte sicher.

Dies bestätigen auch Herbert Moritz von Naturschutzbund (NABU) Heek und Jürgen Kruse, Vorsitzender des BUND aus Legden-Asbeck. „Es müssen keine zuverlässigen Nachweise erbracht werden, dass es genügend Fläche für die Ausbringung der Gülle gibt. Gülle-Abnahmeverträge werden nur für wenige Jahre gefordert und es wird nicht überprüft, ob die Ausbringung der Gülle auf den angegebenen Flächen überhaupt möglich ist“, kritisieren die beiden Naturschützer.

„Zu viele Tiere bedeuten zu viel Gülle und zu viel Nitrat im Wasser“, fasste Ramschulte die Problematik kurz zusammen. Eine ausreichende Nitratkontrolle gebe es nicht, kritisierte der Landwirt weiter. Die Mega-Fleischproduzenten könnten ihre Gülle in einem Radius von bis zu 100 km entsorgen, ergänzte Moritz. Grundsätzlich sei die Gülle ja ein guter Dünger für die Pflanzen, so Ramschulte. Die Überdüngung habe aber zur Folge, dass dem Ackerboden mehr Nährstoffe zugeführt würden, als die Pflanzen aufnehmen könnten. Überschüssiges Nitrat gehe dann ins Grundwasser über. Für die teure Aufarbeitung des Trinkwassers bezahle dann am Ende auch der Verbraucher, machte Moritz deutlich.

Die Düngemittelverordnung soll den sachgerechten Umgang mit der Gülle regeln. Angesichts der Massentierhaltung und der Nachfrage nach billigen Fleischprodukten, ist dies bei der anfallenden riesigen Güllemenge schwierig, waren sich alle in der Gesprächsrunde einig.

„Eine Überwachung der Gülleausbringung und regelmäßige veröffentlichte Stichproben würden das Entdeckungsrisiko erhöhen“, ist sich Arndt-Brauer sicher. Eine Kennzeichnung über die Herkunft der Fleischprodukte würde zudem den Verbraucher sensibilisieren. „Schließlich wollen wir alle gesunde Nahrungsmittel“, verdeutlichte Schulte. „Die konventionelle Landwirtschaft würde damit gestärkt.“

Eine Lösung der Problematik sieht Ramschulte in einer an das Ackerland gebundenen Landwirtschaft. „Wenn alle Körperteile, wie Schwänze, Schnäbel und Hörner am Tier bleiben, hätte sich die Massentierhaltung bald erledigt“, ist sich der Landwirt sicher.

Die abschließenden Forderungen nach einer verschärften Düngeverordnung, nach deutlichen Maßnahmen - speziell für Betriebe mit Massentierhaltung -, längere ausbringungsfreie Zeiten im Winterhalbjahr und auf den tatsächlichen Bedarf der Pflanzen abgestimmte Ausbringungsmengen, nehmen Arndt-Brauer und Schulte mit nach Berlin. Ursula Schulte versprach, diese Themen in ihrem neuen Ausschuss, dem Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft, einzubringen.

Bild v.l.n.r. Jürgen Kruse (BUND), Ursula Schulte und Ingrid Arndt-Brauer (beide SPD-MdB), Herbert Moritz (NABU), Ludger Gärtner (Imker aus Schöppingen), Martin Ramschulte (Landwirt aus Schöppingen)

 
 

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