Ausbildung Kinderkrankenpflege muss eigenständig bleiben

Veröffentlicht am 16.12.2015 in Gesundheit

Dr. Hans-Georg Hoffmann (2.v.re.) führte Ingrid Arndt-Brauer, MdB (2. v.li.) durch die Frühgeborenen-Intensivstation.

Kreis Steinfurt/Rheine/Kreis Borken. Seit Jahren plant die Politik die Gesundheits-, Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege zu einem Ausbildungsgang zusammen zu führen.  Ziel dieser Reform ist es, dass die ausgebildeten Pflegekräfte in den unterschiedlichen Bereichen einsetzbar sind. Jetzt nimmt die Reform an Fahrt auf und soll bereits 2018 umgesetzt werden.

Kritisch sehen dies Dr. Hans-Georg Hoffmann, Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendmedizin des Mathias-Spitals Rheine und sein Team, (Perinatalzentrum Level I). Bei einem persönlichen Gespräch mit der Bundestagsabgeordneten Ingrid Arndt-Brauer (SPD) schilderte der Mediziner, stellvertretend für viele seiner Berufskollegen, die Problematik, gerade im Bereich der Kindermedizin:„Die sehr spezifischen fachlichen Anforderungen bei der Pflege von (Klein-)Kindern und vor allem Neu-und Frühgeborenen erfordern eine viel frühere Spezialisierung und darüber hinaus viele Zusatzqualifikationen. Eine auf die neue allgemeine dreijährige Pflegeausbildung anschließende Qualifizierung als Kinderkrankenschwester würde 2 Jahre und als Intensivkinderkrankenschwester weitere 2 Jahre erfordern, sodass die selbstständige Pflegetätigkeit auf Frühgeborenenintensivstationen im Regelfall wohl erst nach 7 Jahren erfolgen könnte. Das ist zu lang.“

„Das fachliche Niveau ist sehr hoch, die Auszubildenden besitzen oftmals das Abitur, sind sehr überdurchschnittlich motiviert und suchen sich ihren Beruf ganz gezielt aus, um mit Kindern zu arbeiten“, verdeutlichte Hoffmann. Ganz besonders gelte dieses für den Bereich der Versorgung von Frühgeborenen ab der 24. Schwangerschaftswoche und einem Gewicht ab 500 g, so der Mediziner weiter. Erfahrungen aus der Schweiz zeigten, dass die Vereinheitlichung der Ausbildung zu einer deutlichen Verschlechterung der Qualität in der Pflege geführt habe, was dort inzwischen zu Bestrebungen zu einer Umkehr nach sich zöge.

Bei einem Rundgang durch die Intensivstation konnte sich Arndt-Brauer von der qualifizierten Arbeit der dort beschäftigten Kinderkrankenpflegerinnen überzeugen. Diese bestätigten der Politikerin, dass sie ihren Beruf sehr bewusst auf die Pflege von Kindern hin ausgewählt hätten. Die Pflege von kranken Erwachsenen oder Menschen in Altenpflegeeinrichtungen käme für sie gar nicht infrage, stellten die Fachkräfte klar.

Arndt-Brauer war sich mit Hoffmann einig, dass mit einer Herauslösung der Kinderkrankenpflege aus der einheitlichen Ausbildung die fachliche Qualität erhalten bleiben könne. Die Abgeordnete versprach dem Kindermediziner sich für sein Anliegen einzusetzen. Noch in dieser Woche wird Arndt-Brauer Briefe mit der Schilderung der Problematik persönlich an die zuständigen Minister im Gesundheits- und Familienministerium, Hermann Gröhe und Manuela Schwesig, überreichen.

 
 

Homepage SPD UB Borken

Aktuelles aus NRW

Bei seiner ersten Sitzung nach dem Landesparteitag hat der neue Landesvorstand der NRWSPD heute sein Präsidium gewählt.

News Unterbezirk Borken

Nein! Wir begrüßen es nicht, dass die Außengrenzen wirksamer gesichert werden, denn das bedeutet, dass in Zukunft noch mehr Menschen ihr Leben im Mittelmeer lassen werden.

Nein! Wir begrüßen es nicht, dass Menschen in kontrollierte Zentren untergebracht werden sollen. Denn diese kontrollierten Zentren sind nichts anderes als Gefängnisse! Die SPD kann nicht die Trump'sche Migrationspolitik verurteilen und in der GroKo genau das Gleiche in Europa einrichten.

Im Mai 2019 wird erneut der Deutsche Kita-Preis verliehen. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Ursula Schulte ermutigt Kitas aus Ihrem Wahlkreis, eine Bewerbung einzureichen. Der Deutsche Kita-Preis würdigt beispielhaftes Engagement von Kitas und lokalen Bündnissen für frühe Bildung. Die Auszeichnung nimmt insbesondere gute Prozesse in den Blick und fokussiert nicht ausschließlich gute Ergebnisse. Gesucht werden Kitas und lokale Initiativen, die kontinuierlich an der Qualität in der frühen Bildung in ihrer direkten Umgebung arbeiten und dabei die Sichtweise der Kinder in den Mittelpunkt ihrer Bemühungen stellen. Zudem spielen Mitwirkungsmöglichkeiten von Kindern und Eltern sowie die Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort bei der Auswahl der Gewinner eine wichtige Rolle.

Ulla Schulte, MdB Kreis Borken

Im Mai 2019 wird erneut der Deutsche Kita-Preis verliehen. Hierzu möchte ich die Kitas aufrufen eine Bewerbung einzureichen. Der Deutsche Kita-Preis würdigt beispielhaftes Engagement von Kitas und lokalen Bündnissen für frühe Bildung. Die Auszeichnung nimmt insbesondere gute Prozesse in den Blick und fokussiert nicht ausschließlich gute Ergebnisse. Gesucht werden Kitas und lokale Initiativen, die kontinuierlich an der Qualität in der frühen Bildung in ihrer direkten Umgebung arbeiten und dabei die Sichtweise der Kinder in den Mittelpunkt ihrer Bemühungen stellen. Zudem spielen Mitwirkungsmöglichkeiten von Kindern und Eltern sowie die Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort bei der Auswahl der Gewinner eine wichtige Rolle.

Anlässlich des Verbändetreffens im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft zur nationalen Reduktionsstrategie hat die SPD-Bundestagsfraktion dazu Anforderungen erarbeitet. Klar ist: Wir brauchen keine langwierigen neuen Produktentwicklungen. Weniger Zucker, Fett und Salz sind längst machbar.

Bereits heute sind Lebensmittel auf dem Markt, die mit weniger Zucker, Fett oder Salz auskommen. Ein Vergleich häufig gekaufter Lebensmittel des Max-Rubner-Instituts zeigt enorme Unterschiede beim Zucker-, Fett- und Salzgehalt gleicher Produkte verschiedener Hersteller. So enthält zum Beispiel ein Fruchtjoghurt vier Gramm Zucker, ein anderer dagegen 22 Gramm. Reduktion geht also auch ohne aufwendige neue Produktentwicklungen.

Neuigkeiten

10.07.2018 16:01 Nationale Behörden müssen sich schneller europaweit austauschen
Debatte um besseren Schutz vor EU-Lebensmittelskandalen „Die nationalen Behörden müssen Problemfälle schneller dem europaweiten Schnellwarnsystem melden. Damit haben wir ein starkes Instrument an der Hand, um verunreinigte, falsch deklarierte oder gar gesundheitsgefährdende Produkte möglichst rasch aus dem Verkehr zu ziehen“, sagt die SPD-Europaabgeordnete Susanne Melior, Mitglied im Ausschuss für Lebensmittelsicherheit. Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat am Dienstag,

10.07.2018 15:59 SPD- Ostbeauftragter Dulig fordert Wahrheitskommission zur Aufarbeitung der Treuhand
Martin Dulig, SPD-Ostbeauftragter, fordert zur Aufarbeitung der Arbeit der Treuhand die Einsetzung einer Wahrheitskommission, um damit die gesamtdeutsche Debatte über die Nachwendezeit voranzubringen: „Ich bin sicher, wenn wir im Osten in die Zukunft wollen, müssen wir erst einmal hinter uns die Geschichte aufräumen. Eine Wahrheitskommission zur Aufarbeitung der Arbeit der Treuhand muss dazu ein zentrales

Ein Service von websozis.info

akt. Newsletter Ulla Schulte