Neues Berufsbild für Integration und Migration

Veröffentlicht am 27.02.2015 in Europa

Der Strom an Flüchtlingen aus Krisennationen stellt nicht nur Deutschland vor enorme Herausforderungen. Ist erst einmal die Unterbringung geklärt, muss auch für die notwendige Betreuung der betroffenen Menschen gesorgt werden, die traumatisiert und weder unserer Kultur vertraut noch der deutschen Sprache mächtig sind.

Besondere Gedanken hinsichtlich des Betreuungspersonals hat sich der Leiter der Zentralen Unterbringungs-Einrichtung (ZUE) in Schöppingen, Ingo Ochtrup gemacht.

Bei einem persönlichen Treffen mit den beiden SPD-Bundestagsabgeordneten Ingrid Arndt-Brauer und Ursula Schulte sowie Stellvertretern der SPD Schöppingen, stellte Ochtrup seine Überlegungen vor. Als Betreuungsleiter der ZUE Schöppingen erlebt Ingo Ochtrup täglich, wie schwierig es ist, neues Personal für die Betreuung von Flüchtlingen zu finden. „Auf der einen Seite sollen wir qualifiziertes Personal einstellen und beschäftigen, auf der anderen Seite ist dieses jedoch gar nicht verfügbar“, machte Ochtrup deutlich. Aktuell sei es kaum möglich, Mitarbeiter zu finden, welche bereits Erfahrung im Umgang mit Asylbewerbern und den dazugehörigen Verfahren haben, so der Einrichtungsleiter weiter.

In Schöppingen verfügt man derzeit über 24 so genannte Sozialbetreuer, welche sich zwar durch Kultur und Sprache qualifizieren, aber neben den ausgebildeten Sozialpädagogen und Sozialarbeitern als unqualifiziert gelten. Dieser Personenkreis liegt Ingo Ochtrup besonders am Herzen, wie er den Politikern in dem Gespräch deutlich machte. „Gerade diese Kolleginnen und Kollegen werden immer wieder als Hilfskräfte bezeichnet, obwohl sie enorm viel leisten und diverses Hintergrundwissen haben“, stellte Ochtrup klar. Da aber nicht alle die Möglichkeit haben, ein Studium der Sozialarbeit- oder pädagogik zu absolvieren, wäre es Ochtrups Wunsch, einen dualen Ausbildungsberuf für diese Menschen zu schaffen. „Die Arbeit mit Asylbewerbern und Menschen mit Migrationshintergrund wird in den nächsten Jahren wachsen“, ist sich der Einrichtungsleiter sicher. „Jetzt müssen die Weichen gestellt werden, um auch für die Zukunft weiterhin qualifizierte Fachkräfte zu bekommen“, verdeutlichte Ochtrup in dem Gespräch.

Auch Ingrid Arndt-Brauer und Ursula Schulte sind überzeugt von der Notwendigkeit eines solchen Ausbildungsberufes und versprachen Ingo Ochtrup, sich kundig zu machen, wo ein solcher Ausbildungsgang angesiedelt werden könnte. Ursula Schulte verwies darauf, dass es bereits dem Beruf des Sozialassistenten gebe, der seinen Schwerpunkt in der Pflege und Betreuung hat. Nach Rücksprache mit einem hiesigen Berufskolleg, kann sich die Schulleitung durchaus vorstellen, die spezielle Fachrichtung Migration und Integration bei der Ausbildung zum Sozialassistenten anzugliedern. Ein Brief an das zuständige Arbeitsministerium hat das Büro von Ingrid Arndt-Brauer bereits auf den Weg gebracht. Die beiden Bundespolitikerinnen versprachen Ingo Ochtrup, sich an allen erforderlichen Stellen für seinen Wunsch stark zu machen.

Bild v.l.n.r. Ingo Ochtrup (Betreuungsleiter ZUE Schöppingen), Rainer Sobottka (SPD Schöppingen), Gabriele Leskow (SPD Rheine), Ingrid Arndt-Brauer und Ursula Schulte (beide SPD-MdB), Matthias Haase (SPD Schöppingen)

 
 

Homepage SPD UB Borken

Aktuelles aus NRW

Heute steht der Vorwurf im Raum, die CDU-Umweltministerin habe den Landtag getäuscht. Dazu erklärt sich unser Landesvorsitzender Michael Groschek.

News Unterbezirk Borken

SPD-Unterbezirk Borken schickt Gerti Tanjsek und Manfred Kuiper als Delegierte nach Wiesbaden

Das hätten sich die beiden Delegierten aus dem Kreis Borken auch nicht träumen lassen, dass sie innerhalb von fünf Monaten ein drei Bundesparteitagen teilnehmen werden. Nach Berlin im Dezember 2017, Bonn im Januar 2018 folgt nun am kommenden Wochenende der Parteitag in Wiesbaden auf dem die Nachfolgerin von Martin Schulz gekürt werden soll.

Berlin. Die ernährungspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Ursula Schulte traf sich am gestrigen Abend mit dem Arbeitskreis Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz der nordrhein-westfälischen SPD-Landtagsfraktion in Berlin. Hintergrund der Gespräche war ein Austausch über die nationale Reduktionsstrategie für Zucker, Fett, Salz, die Nährwert-Ampel, die Lebensmittelüberwachung sowie die Situation bei der Kita- und Schulverpflegung.

Das Bundesverfassungsgericht hat die bisherige Erhebung der Grundsteuer auf Grundlage von Einheitswerten aus den Jahren 1964 in Westdeutschland für verfassungswidrig erklärt und dem Gesetzgeber eine entsprechende Übergangsfrist für eine Neuregelung bis zum 31.12.2019 auferlegt. Dazu erklärt Sven Wolf, kommunalpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

"Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts ist zu erwarten gewesen. Die bisherige Erhebung der Grundsteuer mit teilweise völlig veralteten Einheitswerten war völlig ungerecht. Eine schnelle Reform ist daher dringend nötig, sonst versiegt eine der wichtigen Einnahmequellen der Städte und Gemeinde.

Ulla Schulte, MdB Kreis Borken

In der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft stellte Bundesministerin Julia Klöckner ihre Themenplanung vor. Im Mittelpunkt standen dabei vor allem die Ernährungspolitik und der gesundheitliche Verbraucherschutz.

Die Ernährungspolitik und den gesundheitlichen Verbraucherschutz stärker in den Blickpunkt zu rücken, ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Ernährungspolitik sollte dabei aber ein Bestandteil der Verbraucherbildung sein. Schließlich gibt es in Deutschland 80 Millionen Ernährungsexperten.

Wie sieht der Arbeitstag einer Politikerin aus? Und hat Politik etwas mit mir zu tun? Diese Fragen kann Daria Rafati am 26. April 2018, dem bundesweiten Girls Day, in Berlin selbst stellen.

Insgesamt 50 Schülerinnen aus der ganzen Bundesrepublik sind zu Gast bei der SPD-Bundestagsfraktion in Berlin und können sich selbst einen Eindruck von einem vielfältigen Berufsbereich machen. "Der Girls'Day leistet einen wichtigen Beitrag für mehr Chancengerechtigkeit von Mädchen und Frauen in der Ausbildung und im Erwerbsleben. Auch in der Politik brauchen wir mehr Frauen. Deshalb beteiligt sich meine Fraktion schon zum vierzehnten Mal am Girls'Day.

Neuigkeiten

19.04.2018 08:19 Außerordentlicher Bundesparteitag Wiesbaden
Herzlich willkommen in Wiesbaden! Am 22. April beraten wir, wie wir als SPD gemeinsam in die Zukunft gehen. Alle sind herzlich eingeladen, sich mit ihren Ideen für eine starke Sozialdemokratie im 21. Jahrhundert einzubringen. Es geht um neue Antworten auf die großen Herausforderungen unserer Zeit, die wir im Dialog miteinander finden wollen. Auf dem Parteitag

12.04.2018 17:17 Interview mit Andrea Nahles in der Frankfurter Rundschau
SPD-Fraktionschefin Nahles will eine offene Debatte über die Frage, „welchen Sozialstaat eine Arbeitswelt braucht, die gut qualifizierte Menschen durch Algorithmen ersetzt.“ Ihr Anliegen: den Blick nach vorn richten, Pespektiven anbieten. Das komplette Interview mit der Frankfurter Rundschau auf spdfraktion.de

Ein Service von websozis.info

akt. Newsletter Ulla Schulte